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Haie – nicht nur von Tauchern heiß begehrt
Haie zählen wohl zu den elegantesten und schnellsten Räubern der Meere. Es ist jedes Tauchers Traum, diesen beeindruckenden Wundern der Evolution unter Wasser zu begegnen. Aber leider muss sich TaucherIn in immer exotischere Gewässer begeben, um diesen Traum auch wahr werden zu lassen. Denn Haisichtungen werden immer seltener. Zwar sind die Gründe dafür etwas vielschichtiger, als gemeinhin angenommen, jedoch ist die Jagd auf Haie durch uns Menschen der Hauptgrund, warum die Haie vor der Ausrottung stehen.

Haie haben keine Lobby
Viele Menschen haben Angst vor Haien. Mitschuld daran sind diverse Filme wie „Der weiße Hai“ oder „Open Water“. Inhalte solcher Filme entsprechend nicht der Realität und schüren nur unsere Urängste. Haie sind keine Kuscheltiere sondern effiziente Jäger. Vor Haien muss man Respekt haben und sicherheitshalber einen entsprechenden Abstand wahren. Das ist Fact. Tatsache ist auch, dass es jährlich zu einigen wenigen tödlichen Haiunfällen kommt. Das ist sehr schlimm für die Opfer und ihre Angehörigen, keine Frage.
Haiprodukte bringen hohen Profit
Wahr ist aber auch, dass Menschen einerseits gezielt Jagd auf Haie machen und diese andererseits als so genannter Beifang in die Netze der Fischfangindustrie geraten und ertrinken. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO sterben jährlich 100 Millionen Haie durch die Fischindustrie. 700.000 Haie werden allein durch Langleinenfischer im Pazifik getötet, 80.000 Blauhaie durch die französische Treibnetzflotte im Nordostatlantik.
- Den höchsten Profit bringen Haifischflossen, die in Fernost zu horrenden Preisen gehandelt werden. Und die Nachfrage ist groß. Beim so genannten Finning werden den Haien die Flossen abgeschnitten und das noch lebende Tier zurück ins Meer geworfen, wo es ertrinkt. Aus Mangel an Haien werden auch schon mal Manta Rochen die Flossen abgeschnitten und als Haifischflossen verkauft….
- Besonders im europäischen Raum werden Haie im Ganzen verwertet. Nur wenige wissen, dass sich hinter so harmlosen Namen wie Schillerlocke, Dornfisch oder Falsche Jakobsmuscheln nichts anderes als Haifleisch verbirgt.
- Beifang ist ein enormes Problem. Die meisten Industrieschiffe sind auf einige wenige Arten von Fisch spezialisiert. Alle anderen Arten, die in die Netze gehen, sind unerwünschter Beifang, der ungenutzt ins Meer entsorgt wird.
Diese unkontrollierte Ausbeutung der Meere bleibt nicht ohne Folgen. Wenn diese nicht unmittelbar gestoppt und alle Haiarten (und auch viele andere Meereslebewesen) unter Schutz gestellt werden, hat dies dramatische Folgen für die Nahrungskette und damit auch für uns Menschen. Da bleibt noch eine Frage offen:
Werden uns nachfolgende Generationen Haie noch erleben können?
Hilf mit, die Haie zu schützen und streiche alle Haifischprodukte von deinem Speiseplan. Leben wir getreu dem Motto:
Finger weg von Haiprodukten ! [für mehr Info hier klicken]

Antarktis - Naturparadies in Bedrängnis
„Man stelle sich ein Land vor, so groß wie Australien und Europa zusammen. Sonniger als Kalifornien und doch kälter als das Gefrierfach eines Kühlschranks. Trockener als Arabien und höher als die bergige Schweiz. Leerer als die Sahara. Es gibt nur einen Ort auf der Welt, auf den diese Beschreibung zutrifft. Die Antarktis – dieser fremde, aber wunderschöne Kontinent im untersten Teil der Erde.“ J. M. DUKERT

Ihren extremen klimatischen Bedingungen zum Trotz verfügt die Antarktis über ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Riesige Krillschwärme und andere Kleinkrebse bilden die Nahrungsgrundlage für Wale, Kalmare, Seeleoparden, Seelöwen, Seehunde, Pinguine, Fische und zahlreiche Meeresvögel. Kaiser- und Adeliepinguine sowie der Königsalbatros und Sturmvögel brüten sogar in diesem für Menschen so unwirtlichen Gebiet.
Das Naturwunder Antarktis ist in Not.
Im internationalen Antarktisvertrag ist geregelt, dass die Antarktis ausschließlich der friedlichen Nutzung, besonders der Forschung, vorbehalten bleibt, um das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Militärische Übungen und Operationen sind deshalb ebenso untersagt wie der Abbau von Bodenschätzen.
- Unter dem Deckmantel der Forschung wird immer wieder mit unterschiedlichem Erfolg versucht, die Vereinbarungen des Antarktisvertrags zu umgehen. Besonders der jährlich im arktischen Sommer stattfindende Walfang Japans zu „Forschungszwecken“ ist Umweltschutzorganisationen zufolge eindeutiger Vertragsbruch, der von der internationalen Staatengemeinschaft nicht bzw. nicht ausreichend geahndet wird.
- Weitab jeglicher Kontrolle erfolgt tagtäglich eine drastische Ausbeutung der Antarktis. Neben dem Walfang lockt besonders der als "Weißes Gold der Antarktis" bezeichnete Schwarze Seehecht Scharen von Piratenfischern in die antarktischen Gewässer. Und jährlich ertrinken hunderttausende Albatrosse in den Langleinen der Tunfisch-Fänger.
- Auch der Antarktis-Tourismus ist nicht unumstritten, birgt er doch ein sehr hohes Umweltverschmutzungspotenzial in sich und beeinflusst das natürliche Verhalten der Tiere.
Die Antarktis zählt zu den imposantesten und wertvollsten Schätzen, den unser Planet Erde zu bieten hat.
Hilf mit, das Naturwunder Antarktis zu schützen und zu bewahren!
- Tritt für den Schutz der Wale und die Beibehaltung des Walfangverbots ein.
- Verzichte auf den Verzehr von Schwarzem Seehecht und anderen in ihrem Bestand bedrohten Fischarten.
- Genieße und schütze die Schönheit und Unberührtheit der Antarktis am nachhaltigsten, indem du auf eine Reise dorthin verzichtest.
- Reduziere deine Schadstoffemissionen und deinen Energieverbrauch zum Klimaschutz generell und zugunsten des fragilen arktischen Klimas im Besonderen.

Das Aquarium - Fernseher für die Seele
Wer möchte nicht seine Urlaubserinnerungen lange möglichst frisch im Gedächtnis bewahren? Wer möchte nicht auch zu Hause ein kleines Stückchen Urlaub haben?
Natürlich, wir wollen es alle! Die einen versuchen es mit einem Häufchen Sand vom Urlaubsstrand, andere mit bunten Tüchern oder einer Schale aus Kokosnuss. Und manche tun es in Form eines Aquariums.
Fische schauen tut der Seele gut, unabhängig davon, ob sie im Meer, im See oder im Aquarium leben. Ein Aquarium bedeutet viel Arbeit. Aber ansonsten spricht nichts gegen die Haltung von Meeres- oder Süßwasserlebewesen zu Hause im Wohnzimmer, wenn man versucht, möglichst von Anfang an alles richtig zu machen. Und das ist gar nicht so schwer:
- Seit kritisch bei der Auswahl deines Fachhändlers.
- Bevorzuge Geschäfte, die nur Fische und anderen Wasserlebewesen verkaufen, die schonend gefangen und artgerecht transportiert wurden. Sie danken es dir mit einer normalen Lebensdauer.
- Beachte das Territorialverhalten unterschiedlicher Arten, sodass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen.
- Schaffe im Aquarium möglichst naturnahe Verhältnisse, in denen sich deine Tiere wohl fühlen.
Werden bei einem Aquarium einige wenige grundlegende Regeln eingehalten, wird man mit diesem lange Zeit sehr viel Freude haben.

Viel Spaß beim Fernsehen für die Seele.

Walstrandungen und ihre Ursachen
Meldungen über Massenstrandungen von Walen und Delphinen schockieren die Tierfreunde und rufen Umweltschützer auf den Plan. Je häufiger dieses Phänomen auftritt, desto vermehrt fragt sich die Welt:

Warum stranden Wale?
Massenstrandungen von Walen hat es immer schon gegeben, aber in den letzten Jahrzehnten treten sie deutlich häufiger auf als jemals zuvor. Die Ursachen sind vielfältig und von der Wissenschaft noch nicht ausreichend geklärt. Aber einige Erklärungen gibt es bereits:
Wale reagieren äußerst sensibel auf Unterwasserlärm:
Sonarschallwellen sind extrem stark und rasen tausende Kilometer durchs Meer. Sie lösen bei Walen Panikattacken aus, was ein zu schnelles Auftauchen aus großen Tiefen zur Folge hat. Unterschiedliche Walarten haben unterschiedliche maximale Auftauchgeschwindigkeiten. Werden diese überschritten, tritt wie bei den Menschen die Dekompressionskrankheit auf, die Tiere sterben, sehr häufig an Gehirnblutung.
Störung des magnetischen Sinnes der Wale:
Die Störung dieses Sinnesorgans wird durch natürliche Anomalien im Magnetfeld der Erde verursacht. Grund der Störung des Erdmagnetfeldes sind im Regelfall starke Sonnenaktivitäten wie Sonneneruptionen. Diese treten periodisch, zumeist in einem Intervall von 11 Jahren auf.
Änderungen im Verlauf der Meeresströmungen:
Der Klimawandel beeinflusst die großen Windsysteme der Erde, was wiederum Auswirkungen auf den Verlauf der Meeresströmungen hat. In diesem Zusammenhang auftretende starke Stürme leiten Kaltwasserströmungen vermehrt in Küstennähe. Da Wale ihre Nahrung vorwiegend im nährstoffreichen kalten Wasser finden, folgen sie den Kaltwasserströmungen und kommen damit in seichtere Gewässer als gewöhnlich.

Einmal gestrandet, werden vor allem Großwale von ihrem eigenen Körpergewicht erdrückt, wenn sie nicht rechtzeitig ins tiefere Wasser zurückgelotst werden können. Zudem ist die Regulation der Körpertemperatur bei gestrandeten Walen nicht mehr gewährleistet, es besteht die Gefahr der Überhitzung. Bei zusätzlichen schweren inneren Verletzungen wie beispielsweise in Folge einer Dekompressionserkrankung sind die betroffenen Tiere nicht zu retten.

Project AWARE, was ist das?
Die Project AWARE Foundation ist eine registrierte non-Profit Organisation, die sich dem Schutz der Unterwasserwelt durch Bildung, Fürsprache und Taten verschrieben hat. In Zusammenarbeit mit Sporttauchern und anderen Wasser Enthusiasten ist Project AWARE bemüht, weltweit die aquatischen Ressourcen zu schützen und zu bewahren.

Zu diesem Zweck hat Project AWARE die unterschiedlichsten Projekte ins Leben gerufen:
- Schwerpunktkampagnen zum Schutz bedrohter Arten (Schildkröten, Walhaie etc.)
- Finanzierung von Ankerbojen, Errichtung künstlicher Riffe und vieles mehr
- Jährliche Cleanup Tage
- Finanzierung von Projekten, die zur Erforschung und dem Schutz der Unterwasserwelt und seiner Ökosysteme beitragen
- Entwicklung und Veröffentlichung von Richtlinien für naturbewusstes und umweltverträgliches Tauchen
- Veranstaltungen, um die öffentliche Meinung über den Tauchsport positiv zu beeinflussen
- Unterstützung bei internationaler, nationaler und regionaler Gesetzgebung, besonders dann, wenn es um den Schutz bedrohter Arten wie Haie und Thunfische sowie der Errichtung von Schutzzonen geht

Auch du kannst Project AWARE unterstützen:
- Beim Coral Watch gleichst du einzelne Korallenarten mit einer Farbscala ab und schickst die Daten an Project AWARE. Deine Farbauswertungen lassen Rückschlüsse über den Gesundheitszustand der Riffe in deinem Tauchgebiet zu.
- Durch einen geringen Aufpreis, der vollständig Project AWARE zugute kommt, erhältst du anstelle deines normalen PADI Brevets eines mit einem Sondermotiv von Project AWARE. Frage dazu deinen PADI Tauchlehrer.
- Detaillierte Informationen, wie du spenden kannst, findest du auf der Project AWARE Homepage.
Über die neuesten Aktivitäten von Project AWARE könnt ihr euch auf http://www.projectaware.org informieren.

Tauchen und Umweltschutz

Für den modernen Tauchsport ist der Schutz und Erhalt einer intakten Umwelt ein vorrangiges Ziel geworden. Waren die Pioniere des Tauchens noch in erster Linie Entdecker und Forscher, die die Meere für die Erholungs-suchenden erschlossen haben, kann heute ein jeder Wassersportler – allen voran wir Taucher – einen enormen Beitrag zum Schutz der Umwelt generell und der Unterwasserwelt speziell leisten.

Hier findest Du einige Anregungen, wie du aktiv zum Umweltschutz beitragen kannst:
- Respektiere das Leben unter Wasser und greife nicht in die natürlichen Abläufe und Verhaltensweisen der Tiere ein.
- Verhalte Dich vorsichtig in Gebieten mit empfindlichen Ökosystemen wie beispielsweise Korallenriffe.
- Achte beim Tauchen auf Deine Tarierung und die Platzierung Deiner Ausrüstung.
- Sammle keine Muscheln oder sonstigen Gegenstände von Strand und Meer. Tiere wie Einsiedlerkrebse benötigen Muscheln und Schneckenhäuser als Behausung.
- Kaufe keine Souvenirs, die aus Meerestieren hergestellt werden (Schildpatt, Haifischzähne, Seepferdchen…). Die Ausfuhr derartiger Produkte ist in vielen Ländern verboten, die Einfuhr in die EU strafbar, da viele Tiere und Produkte aus dem Meer dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) unterliegen.
- Entsorge keinen Müll an Strand/Ufer oder gar in Meer oder See. So benötigt die Natur z.B. für den Abbau einer Zigarettenkippe 50 Jahre!
Unsere Devise lautet:
Lasse nichts am Tauchplatz zurück außer deinen Luftblasen, nimm nichts mit außer tollen Eindrücken und schönen Fotos

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