Seemannslieder
Fahr mich in die Ferne ..... PDF Drucken E-Mail
Fahr' mich in die Ferne
mein blonder Matrose

bei dir möcht' ich sein auch im Wellengetose.
Wir gehören zusammen wie der Wind und
das Meer

von dir mich zu trennen
ach das fällt mir so schwer.
Wir gehören zusammen wie der Wind und
das Meer

von dir mich zu trennen
ach das fällt mir so schwer.

Am Golf von Biskaya ein Mägdelein stand

ein junger Matrose hielt sie bei der Hand.
Sie klagt ihm ihr Schicksal
ihr Herz war so schwer

sie hat keine Heimat
kein Mütterlein mehr:

Fahr' mich in die Ferne ...

Der Vater
die Brüder auf kämpfendem Schiff
zerschellten im Sturme am felsigen Riff.
Vor Gram starb darüber mein Mütterlein

nun steh auf der Welt ich verlassen allein:

Fahr' mich in die Ferne ...

Es rauschen die Wellen ihr uraltes Lied

zwei Herzen sind selig in Liebe erglüht.
Die Stunden vergehen
ihr war's wie ein Traum

da flüstert sie leise
man hörte es kaum:

Fahr' mich in die Ferne ...

Hörst du die Sirene
die Pflicht ruft mich fort

Komm mit
teures Mädchen
wir müssen an Bord!
Es blühen die Reben am herrlichen Rhein

dort wird für uns beide die Heimat auch sein:

Fahr' mich in die Ferne ...
 
Wir lagen vor Madagaskar PDF Drucken E-Mail
Wir lagen vor Madagaskar
Und hatten die Pest an Bord.
In den Kübeln da faulte das Wasser
Und mancher ging über Bord.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb wohl.

Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt,
Ja da sind die Matrosen so still,
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt,
Die er gerne einmal wiedersehen will.
Ahoi! Kameraden . . . . .

Und sein kleines Mädel, das sehnt er sich her,
Das zu Haus so heiß ihn geküßt!
Und dann schaut er hinaus auf das weite Meer,
Wo fern seine Heimat ist.
Ahoi! Kameraden . . . . .

Wir lagen schon vierzehn Tage,
Kein Wind in den Segeln uns pfiff.
Der Durst war die größte Plage,
Dann liefen wir auf ein Riff.
Ahoi! Kameraden . . . . .

Der Langbein der war der erste,
Der soff von dem faulen Naß.
Die Pest gab ihm das Letzte,
Man schuf ihm ein Seemannsgrab.
Ahoi! Kameraden . . . . .

Und endlich nach 30 Tagen,
Da kam ein Schiff in Sicht,
Jedoch es fuhr vorüber
Und sah uns Tote nicht.
Ahoi! Kameraden . . . . .

Kameraden, wann sehn wir uns wieder,
Kameraden, wann kehren wir zurück,
Und setzen zum Trunke uns nieder
Und genießen das ferne Glück.
Ahoi! Kameraden . . .
 
Eine Seefahrt, die ist lustig (altes Schifferlied) PDF Drucken E-Mail
Eine Seefahrt, die ist lustig,
eine Seefahrt, die ist schön,
denn da kann man fremde Länder
und noch manches andre sehn.
Hol-la-hi, hol-la-ho,
hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho,
Hol-la-hi, hol-la-ho,
hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho.

Jeden Morgen un halb sechse heisst es:
Reise, reise, reise!
Überall zurrt Hängematten nach
der alten Seemannsweie.
Hol-la-hi...

Unser Käpten, dieser Dicke,
kaum drei Käse ist er hoch,
auf der Brücke eine Schnautze,
wie 'ne Ankerklüsse gross.
Hol-la-hi...

In des Bunkers tiefsten Gründen,
zwischen Kohlen ganz versteckt,
pennt der allerfaulste Stoker,
bis der Obermast ihn weckt.
Hol-la-hi...

"Komm mal rauf, mein Herzensjunge,
komm mal rauf, du altes Schwein,
nicht mal Kohlen kannst du trimmen
und ein Stoker willst du sein?"
Hol-la-hi...

Und er haut ihm vor'n Dassel,
daß er in die Kohlen fällt
und die heilgen zwölf Apostel
für 'ne Räuberbande hält.
Hol-la-hi...

Mit der Fleischback schwer beladen
schwankt der Seemann übers Deck,
doch das Fleisch ist voller Maden,
läuft ihm schon von selber weg.
Hol-la-hi...

Und der Koch in der Kombüse
ist 'ne dicke, faule Sau,
mit de Beene ins Gemüse,
mit de Arme in Kakau,
Hol-la-hi...

Und die kleine weißen Möwen,
die erfüllen ihren Zweck
und sie stn, stn, stn auf
das frischgewaschne Deck.
Hol-la-hi...

In der Heimat angekommen,
fängt ein neues Leben an,
eine Frau wird sich genommen,
Kinder bringt der Weihnachtsmann.
Hol-la-hi, hol-la-ho,
hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho,
Hol-la-hi, hol-la-ho,
hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho.
 
Seemann Deine Heimat ist das Meer PDF Drucken E-Mail
Seemann, laß das Träumen,
denk nicht an zuhaus,
Seemann, Wind und Wellen rufen
dich hinaus.

Deine Heimat ist das Meer,
deine Freunde sind die Sterne,
über Rio und Shanghai,
über Mali und Hawaii.
Deine Liebe ist dein Schiff,
deine Sehnsucht ist die Ferne,
und nur ihnen bist du treu,
ein Leben lang.

Seemann, laß das Träumen,
denke nicht an mich,
Seemann, denn die Fremde wartet
schon auf dich.

Deine Heimat ist das Meer,
deine Freunde sind die Sterne,
über Rio und Shanghai über Mali und Hawaii.
Deine Liebe ist dein Schiff,
deine Sehnsucht ist die Ferne,
und nur ihnen bist du treu,
ein Leben lang
 
Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern PDF Drucken E-Mail
Das kann doch einen Seemann
nicht erschüttern
keine Angst
keine Angst
Rosmarie!

Wir lassen uns das Leben
nicht verbittern
keine Angst
keine Angst
Rosmarie!

Und wenn die ganze Erde bebt
und die Welt sich aus den Angeln hebt ...
Das kann doch einen Seemann
nicht erschüttern
keine Angst
keine Angst
Rosmarie!

Es weht der Wind mit Stärke zehn
das Schiff schwankt hin und her;
am Himmel ist kein Stern zu sehn
es tobt das wilde Meer!
Oh seht ihn an
o seht ihn an:
Dort zeigt sich der Klabautermann!

Doch wenn der letzte Mast auch bricht
wir fürchten uns nicht!

Das kann doch einen Seemann ...

Die Welle spülte mich von Bord
dort unten bei Kap Horn
jedoch für mich war das ein Sport
ich gab mich nicht verlor'n!

Ein böser Hai hat mich bedroht
doch mit der Faust schlug ich ihn tot!
Dann schwamm dem Schiff ich hinterdrein
und holte es ein!

Das kann doch einen Seemann ...

In jedem Hafen eine Braut
das ist doch nicht zuviel
solange jede uns vertraut
ist das ein Kinderspiel!

Doch kriegt mal eine etwas raus
dann wird sie wild
dann ist es aus!
Springt sie uns auch in das Gesicht
wir fürchten uns nicht!

Das kann doch einen Seemann ...
 
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